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| Pöstlingberg Kirche |
Weithin sichtbar erhebt sich auf dem Pöstlingberg bei Linz, einem Ausläufer der Mühlviertler Berge (537 m), die doppeltürmige Fassade der Wallfahrtskirche zu Ehren der sieben Schmerzen Maria. Die markante Fassade gilt als Wahrzeichen der Landeshauptstadt Linz, ja des Landes Oberösterreich.
Prähistorische Funde lassen eine uralte Besiedelung des Pöstlingbergs vermuten. 827 wird er als "Chestinperg" urkundlich erwähnt, 1389 scheinen dort Starhembergsche Lehen auf. Im frühen 18. Jahrhundert, zur Zeit der Entstehung der Wallfahrt, war er noch von einem Wald bedeckt, an dessen Rand das Pöstlingergut lag.
Begründer der Wallfahrt auf den Pöstlingberg war ein einfacher, frommer Mann aus dem Volk, der bei den Linzer Kapuzinern als Ausgeher beschäftigte Franz Obermayr. Wie aus der Pfarrchronik sowie Schriften des 19. Jahrhunderts hervorgeht, empfahl ein Kapuzinerpater dem tief gläubigen Obermayr ein Meditationsbuch über das Leiden Christi, das diesen so sehr bewegte, dass er sich nach inniger Lektüre entschloss ein Vesperbild herstellen zu lassen, "um dieses Geheimnis zu größerer Verehrung zu bringen...". |